Kleine, schnelle Web-Tools – ohne Anmeldung, ohne Schnickschnack.
Text live von einem Rechner auf einen anderen tippen –
ohne Software auf dem Zielrechner.
Ein Mikrocontroller für ca. 10 € steckt per USB am Zielrechner und ist dort eine ganz normale Tastatur. Gesendet wird per WLAN, Ende-zu-Ende verschlüsselt.
Auf einem MacBook läuft eine lokale Diktiersoftware – schnell, präzise, und die Sprache verlässt das Gerät nie. Im Bestand stehen aber auch Windows- und Linux-Rechner, die dafür zu knapp ausgestattet sind: zu wenig Leistung für lokale Spracherkennung, oder die Programme sind auf den anderen Betriebssystemen so nicht verfügbar.
Mit dictUSB diktiert man einfach am MacBook weiter – und der Text erscheint auf dem anderen Rechner, als würde ihn dort jemand auf einer angeschlossenen Tastatur eintippen. Der Zielrechner braucht dafür nichts: keine Installation, keine Treiber, keine Adminrechte, keine Cloud. Er sieht nur eine USB-Tastatur.
Dasselbe Prinzip trägt weiter als nur Diktat: Lange Konfigurationszeilen auf Server tippen (funktioniert sogar im BIOS und am Anmeldebildschirm), Textbausteine auf einen Zweitrechner schicken, oder einen Rechner fernbedienen, auf dem keine Fernwartung möglich ist.
Weil auf dem Zielrechner keine Software läuft, funktioniert es überall gleich: in jedem Programm, im Terminal, auf der Textkonsole, im BIOS-Setup und am Anmeldebildschirm – ganz ohne Rechte auf dem Zielsystem. Die einzige Konsequenz daraus: Der Zielrechner interpretiert die Tastendrücke nach seiner Tastaturbelegung; die wird deshalb einmal am Gerät eingestellt (deutsch ist Standard, weitere Layouts möglich).
Ein Sender-Client für macOS, Windows und Linux (Flutter), als fertiger Download.
Für macOS/Linux gibt es zusätzlich einen Python-Kommandozeilen-Client (auch für Pipes: echo 'Hallo' | dictusb.py 192.168.0.50) – Details im GitHub-README.
Fertige Builds gibt es auf GitHub: github.com/stwaidele/dictusb/releases/latest
| Datei | Für |
|---|---|
dictusb-app_macos.dmg | macOS (signiert + notarisiert) |
dictusb-app_windows_amd64.zip | Windows 10/11 (64-bit) |
dictusb-app_linux_amd64.tar.gz | Linux (64-bit, braucht GTK 3) |
Jedes Release enthält eine SHA256SUMS zum Prüfen der Downloads
(shasum -a 256 -c SHA256SUMS).
SHA256SUMS aus dem Release.dictUSB/ an), dann ./dictUSB/dictUSB starten. Das Starter-Script
legt beim ersten Start automatisch den Menü-/Dock-Eintrag an
(.desktop-Datei) und aktualisiert ihn, wenn der Ordner später verschoben
wird. Voraussetzung: GTK 3.Genau ein Board (beide laufen mit identischer Firmware) plus ein USB-Datenkabel – Gesamtkosten unter 15 €:
| Teil | ca. | Link |
|---|---|---|
| Raspberry Pi Pico 2 W (RP2350, WLAN) | 8 € | Amazon* |
| ESP32-S3 DevKitC-1 „N16R8" (16 MB Flash) | 10 € | Amazon* |
| Dazu passend: USB-C-Datenkabel (für den ESP32 – kein reines Ladekabel) | 5 € | Amazon* |
| bzw. Micro-USB-Datenkabel (für den Pico – kein reines Ladekabel) | 5 € | Amazon* |
* Affiliate-Links (Werbung): Ein Kauf darüber unterstützt das Projekt und kostet dich nichts extra. Die Boards gibt es genauso bei BerryBase, Reichelt & Co. – jedes ESP32-S3-DevKitC-1-Derivat mit nativem USB-Anschluss funktioniert. Die verlinkten Kabel sind Beispiele – jedes Datenkabel mit passendem Stecker funktioniert.
Einrichtung in Kürze (ausführlich im README): CircuitPython flashen (Datei aufs Laufwerk
kopieren – kein Löt- oder Programmierwissen nötig), dictUSB-Firmware und Tastatur-Layout
dazu, WLAN-Zugangsdaten und ein Token in die settings.toml – einstecken,
fertig. Die Status-LED auf dem Pico/ESP32 zeigt den Zustand (bereit / verbunden /
Tastendruck / Abbruch).
Nein. Der Mikrocontroller meldet sich als USB-Standardtastatur (HID) – die versteht jedes Betriebssystem von sich aus, auch BIOS und Anmeldebildschirm. Genau deshalb braucht es auch keine Adminrechte.
Der Zielrechner interpretiert Tastendrücke nach seiner eingestellten Tastaturbelegung. Das Gerät muss darauf eingestellt sein: DICTUSB_LAYOUT = "win_de" (Standard) für deutsche Windows- und Linux-Ziele, "us" für US-Layout (dann ohne Umlaute). Weitere Layouts (fr, uk, es, it) sind möglich.
Derzeit nicht zuverlässig – Sonderzeichen wie @ { } [ ] liegen auf dem Mac anders (Wahltaste statt AltGr). Als Sender ist der Mac dagegen die erste Wahl. Lösungswege für Mac-als-Ziel stehen im README; Mithilfe willkommen.
Ja – dafür ist es gebaut. Gesendet wird ohne Puffern (TCP_NODELAY), der WLAN-Hop dominiert die Latenz. Im Direktmodus erscheint jeder Tastendruck praktisch sofort; im Blockmodus diktiert man in Ruhe und sendet den fertigen Text.
Das Gerät verbindet sich selbst neu und zeigt seinen Zustand über die Status-LED. Die App erkennt eine tote Verbindung an ausbleibenden Quittungen; eine bestehende Sitzung übersteht lange Denkpausen (Lebenszeichen-Mechanismus).
Mit gesetztem Token: nein – der Kanal ist verschlüsselt und authentisiert, und nur eine Verbindung wird gleichzeitig bedient. Sichtbar bleiben nur Metadaten (wann und wie viel getippt wird). Ohne Token läuft der Kanal im Klartext – das ist nur zum Testen gedacht.
Egal – beide laufen mit identischer Firmware. Der Pico 2 W ist etwas günstiger; der ESP32-S3 hat eine RGB-Status-LED (der Pico blinkt stattdessen). Wichtig beim ESP32: die native USB-Buchse verwenden (beim DevKitC-1 die linke).
Ja – ein Gerät pro Zielrechner, in der App per Dropdown umschaltbar (jedes Gerät mit eigenem Token möglich). Ein Gerät kann auch nach Bedarf umgesteckt werden; nur die Layout-Einstellung muss zum jeweiligen Rechner passen.
Noch nicht – der Fokus liegt auf Desktop (macOS, Windows, Linux). Ein eigener Mobil-Client ist angedacht.
Bewusste Entscheidung: Der Mikrocontroller kann kein TLS-Server sein, und ein Browser verbietet aus sicheren Seiten (https) Verbindungen zu TLS-losen Geräten – die einzig möglichen Umgehungen wären unsicher (Token im WLAN stehlbar). Statt einer unsicheren Lösung gibt es die Desktop-App mit voller Verschlüsselung.